Kübernetik-Excel

Excel- und Google-Sheets zur Erstellung von Kübernetiken

 

 

 

Microsoft Office Excel (Online) ist eines der am meisten benutzten Tools. Da das Zeichnen eines Vernetzungs-Diagramms im Kübernetik-Canvas nichts anderes ist als eine Kreuz-Tabelle, kann eine Kübernetik als Einfluss-Matrix in einem Excel-Sheet oder Google Sheet abgebildet werden. Im Folgenden werden die Screenshots aus dem Excel-Sheet gezeigt. Das Kübernetik-Google-Sheets weicht etwas davon ab.

Screenshot der Einfluss-Matrix um eine Kübernetik zu erstellen
Screenshot der Einfluss-Matrix um eine Kübernetik zu erstellen

Wie funktioniert das Kübernetik-Excel-Sheet?

Wie in den 16. Schritten im Canvas mit Stift und Zettel, so beginnt die Bearbeitung einer Kübernetik mit Excel mit der „Wie kann ich…?“-Frage. Das Excel erleichtert die richtige Anwendung wie eine Kübernetik erstellt wird. Jeder Schritt wird auf dem entsprechenden Tabellen-Blatt (Tab) erklärt. Außerdem findet von einem Schritt zum anderen ein automatischer Übertrag der eingegebenen Werte statt bzw. sogar die Berechnungen wie beispielsweise die Multiplikation und Division der ein- und ausgehenden Pfeile je Einflussgröße.

1. Excel-Tab „Start“ mit dem Eingabefeld für die Wie-Frage

Kübernetik-Excel - Start-Tab für Kübernetik-"Wie-Frage"
Kübernetik-Excel – Start-Tab für Kübernetik-„Wie-Frage“

2. Excel-Tab „Hauptwörter“ für das Brainstroming der Einflussgrößen

Eingabe der Einfluss-Größen in Form von Hauptwörtern
Eingabe der Einfluss-Größen in Form von Hauptwörtern

3. Excel-Tab „Präfixe“ für die Präzisierung der Einflussgrößen

Präfixe definieren als Adjektive, beschreibende Sätze, etc. zur Spezifizierung der Einfluss-Größen
Präfixe definieren als Adjektive, beschreibende Sätze, etc. zur Spezifizierung der Einfluss-Größen

4. Excel-Tab „Beziehungs-Map“ für die gegenseitige Ursache-Wirkungs-Vernetzung

Dazu wird stets gefragt, ob die Einflussgröße in der Zeile eine Auswirkung auf die Einfluss-Größe in der Spalte hat. Falls ja, wird ein „X“ in die Tabelle eingetragen.

Beziehungs-Map für Ursache-Wirkung mit X-Werten versehen
Beziehungs-Map für Ursache-Wirkung mit X-Werten versehen

5. Excel-Tab „Antworten“ für die Resultate zur Fragestellung

Antworten 1+2 bzw. ToDos-Definition mit automatischen Vorschlägen
Antworten 1+2 bzw. ToDos-Definition mit automatischen Vorschlägen

 

 

Vorteile des Kübernetik-Excel ggü. Kübernetik-Canvas

Es hat sich in bisher ca. 60 Einzel- und Team-Coachings mit über 300 Teilnehmern allein in den letzten Monaten herauskristallisiert, dass es den meisten ohne ein Coaching oder sogar nach einer Coaching-Session nicht immer leicht fällt, die Kübernetik ohne mündlich Anleitung (wieder) zu machen. Ein Tool kann hier helfen, indem es als Software-Assistent dem Anwender zur Seite steht, Fehler minimiert und, wo sinnvoll und möglich, auch automatisiert.

Folgende Vorteile ergeben sich in der Anwendung des Kübernetik-Excel ggü. dem Canvas

  • da man durch die Schritte geleitet wird, ist es für den Anwender einfacher. Bei dem Canvas ist für die meisten ein Coach nötig
  • man braucht keine Stifte und ausgedruckten Canvas
  • es geht um ca. 50% schneller eine Kübernetik zu erstellen, da mit Maus- und Tastatur-Eingabe. Außerdem werden die Vernetzungen (im Canvas die Pfeile) automatisch gezählt, berechnet und sogar priorisiert werden
  • der Menge der eintagbaren Einfluss-Größen ist keine Grenze gesetzt. Beim Canvas ist irgendwann der Platz für mehr als 13 Einfluss-Größen eng und auch die Beziehungs-Map wird unübersichtlich
  • eine Excel-Kübernetik lässt sich leicht (später) verändern oder erweitern und neu bewerten
  • ein Excel-File kann einfach mit anderen kollaborativ versendet und bearbeitet werden
  • mancher mag nicht auf Papier hantieren, sondern liebt Tabellen oder will einfach digital arbeiten

Nachteile

Kübernetik mit „ü“ steht für „Üben“. Vor allem das Üben, dass man einen Blick für die Komplexität und effektive Bearbeitung einer Fragestellung bekommt. Um das volle Spektrum des menschlichen Gehirns und seiner Leistungsfähigkeit auszuschöpfen empfiehlt sich immer mit dem Canvas anzufangen. Erst dann sollte man das Excel zu nutzen. Auch wer das Excel, wie ich auch, in der Nutzung zu schätzen gelernt hat, ob der Geschwindigkeit und einfachen Wiederverwendbarkeit, so sollte doch immer wieder zur Übung ein Canvas mit Stift und Zettel gemacht werden. Nur so wird die Kübernetik in ihrer Reinform schrittweise beherrscht und vernetztes Denken für effektive Entscheidungen geübt werden .

Folgende Nachteile hat das Küberentik-Excel ggü. dem -Cavans

  • wer mit Händen arbeitet, nutzt weitere Areale seines Gehirns und vertieft sich emotional intensiver in die Aufgabe – siehe Kinder beim Malen
  • wenn man sich zu einer Kübernetik mit dem Canvas überwindet, merkt man schnell, dass das Kindliche in einem wächst und es Spaß macht mit Stift und Papier zu spielen
  • wer einmal eine Kübernetik mit dem Canvas gemacht hat, die mehr als 10 Einfluss-Größen hatte, der wird wissen, dass das Bild der Vernetzungen schnell chaotisch aussehen kann. Dies ist zwar einerseits ein Nachteil in Bezug auf die Wiederverwendbarkeit der erstellten Kübernetik und erschwert auch das Zählen der Pfeile. Dennoch erlaubt das visualisierte gefühlte Chaos die wichtige Erkenntnis, dass die Fragestellung komplex ist. Somit wird einem eher klar, warum die Frage bisher ungelöst geblieben ist und man nicht ins Handeln gekommen ist oder zu schnell aufgegeben hat. Eine Tabelle mit vielen „X“-Einträgen vermittelt einem hingegen weniger das Gefühl einer möglichen hohen Komplexität.
  • Excel ist ein rationales Tool. D.h. die eingezeichnete Vernetzung in der Beziehungs-Tabelle unterliegt der Gefahr, dass bestimmte Wirkungen nicht aus dem Gefühl heraus gesetzt werden. Die Kübernetik lebt jedoch davon, dass Pfeile – also Vernetzungen eingetragen werden – die aus dem Unterbewusstsein kommen. Man nutzt damit seine Intuition weniger. In einer eher oft als „kalt“ verstandenen Tabellen-Kalkulation wird mancher eine Verbindung oft nicht emotional setzten, wie wenn im Canvas ein Pfeil eben einfach gezeichnet wird, weil es sich gut anfühlt – auch wenn man nicht weiß warum.
  • Nachteil ist auch, dass anders als beim Canvas, ein Excel nicht so leicht von Teams gleichzeitig bearbeitet oder von einem Coach unterstützt werden kann. Es ist einfacher, wenn Mitglieder eines Teams gemeinsam an einem ausgedruckten Canvas (an der Wand) arbeiten und jeder selbst mit einem Stift seine Perspektive eintragen kann. Ein Excel-Sheet wird meist nur von einer Person in einem Meeting editiert, was zu einem Bias führen kann. Denn einer macht, die anderen geben Input oder eben nicht.
  • wenngleich ein zu verschmerzender Nachteil, die unlimitierte Excel-Version zum Download ist kostenpflichtig. Den Canvas stelle ich gratis zur Verfügung, damit viele die Möglichkeit erhalten, ihre Denkfähigkeiten zur Vernetzung zu üben.

 

 

 

Beispiele von Kübernetiken mit Excel

Einige Kübernetiken auf dieser Webseite wurden bereits mit Excel erstellt. Siehe beispielsweise unter „Excel-Kübernetiken“ hier.

Übersicht aller Excel-Kübernetiken

 

 

Excel kostenlos und als Lizenz kaufen

Wer die limitierte oder unlimitierte Excel-Version (49€) oder Google-Sheets-Version nutzen möchte, einfach hier anfragen.

Vorteile:

  • Nutzung für Unternehmen erlaubt
  • Unbegrenzte Anzahl von Einfluss-Größen
  • Excel als Download verfügbar
  • Excel-Online-Version zum kollaborativen Arbeiten mit einem Team
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